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Vera zu Haching, die Schuldige

Auf dass Ihr erfahret, mit wem Ihr da umherziehet:

Geboren 1165 in dem Ort Haching eine Tagesreise vor der von Heinrich dem Löwen neu gegründeten Ansiedlung Munichen ist Vera die Tochter des Müllers vor Ort. Der Müller ist ein gar rechtschaffener, braver Ehemann und Vater von zwei Söhnen. Doch die Zeiten sind hart, Heinrich der Löwe und die Kirche streiten um Zollrechte, was auch das Leben in der Siedlung des Hacho betrifft, da der Ort dem Kloster Schäftlarn gehört und dem Löwen ein Dorn im Auge ist.

Dem Vater macht die junge Vera das Leben nicht leicht. Sie gibt Widerworte, gehorcht ihrem Vater nicht, hört nicht auf die Mutter. Ihr Vater setzt ihr eine Frist, bis zu der sie sich entscheiden muss: entweder Vera ehelicht den verhassten Bauernsohn - einem Tyrannen, wie es heißt - oder ihr Vater gibt sie dem Herrn zurück und Vera hat den Schleier zu nehmen. 1178 brachte der Müller zu Haching seine zeternde Tochter an die Pforte des Klosters Frauenwoerth im Chiemsee.

Zwei Jahr zwängen die Benediktinerinnen das Mädchen in die Regeln des Ordens. Friedlich und freundlich ist Vera jedoch nur, wenn sie bei der Schwester im Kräutergarten arbeiten kann. Hier lernt sie die Geheimnisse der Heilkräuter und da sie nach Wissen lechzt, lernt sie im Scriptorium des Klosters lesen und schreiben.
Nach zwei Jahren scheint sie sich in die Ordnung des Ordens zu fügen und soll endgültig den Eid ablegen. Doch die Rebellin ist noch nicht gezähmt. Am Abend vor ihrem Eid flüchtet die Novizin, schwimmt über den See und schlägt sich von Kloster zu Kloster bis zum Pilgerweg nach Santiago de Compostela durch. Verkleidet als junger Mann verdient sie ihr Brot durch das Verfassen von Urkunden auf Märkten.

Doch anstatt in den Süden dem Pilgerweg in den Süden zu folgen, wendet sich Vera nach Norden, zieht weiter durch die Normandie, rastet zuletzt im Kloster Notre Dame du Bec bevor sie nach Britannien übersetzt. Hier lernt sie die alte Lehre, lernt neue Kräuterkünste und zieht mit gar wilden Gesellen hinauf ins Land Caledonia. Hier tritt sie in die Dienste der Ada von Surrey ein, Gattin Wilhelms des Löwen, König zu Schottland. Ein gar arges Schicksal lastet über der Ehe der Königsleut: auch nach elf Jahren ist noch kein Thronerbe in Sicht. Dank so manches Tränkleins jedoch schenkt Ada ihrem Gatten das erste Kind im zwölften Jahr der Ehe. Dankbar ob der Tochter beschenkt der König die Heilerin seiner Frau reich. Doch trotz so manches Eheantrags reicher caledonischer Adeliger begibt Vera sich wieder auf Wanderschaft. Es treibt sie das Heimweh gen Süden! Im Geleit einiger schottischer Adeliger und deren Töchter wandert Vera wieder auf den Jakobsweg, diesmal in Richtung Heimat.

Zurück im deutschen Reich trifft Vera unter der Teck auf einen bunten Haufen aus Raubrittern, Mägden, Kriegern, einem Schotten, dessen Rock sie immer an die schönen Zeiten im hohen Norden erinnert und einem gar seltsamen Recken, einem waschechten Wikinger. Sie freundet sich mit der bunten Horde an. Und wann immer die Wanderslust sie überkommt, packt Vera ihre Sachen, verlässt das traute Munichen am Rande der Berge und zieht in das Land der Staufer.

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